Sitten & Bräuche

Hand aufs Herz. Wer schaut ihr nicht nach, bleibt nicht stehen, wenn die schöne, Braut ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß vorbeischreitet? Wenn die Hochzeitsglocken läuten, dann soll das Glück bringen für alle, die zuhören. Hochzeitsbräuche, Aberglauben oder Tradition? Was tut es zur Sache? Wir fürchten uns nicht mehr so sehr vor Dämonen und Geistern und trotzdem haben wir an den alten Sitten festgehalten. Was sie eigentlich bedeuten, erfahren Sie hier:

Polterabend
Mit Radau will man die bösen Geister vertreiben, die dem jungen Paar Unglück bringen könnten. Heute verzichtet man immer mehr auf das zerschlagene Porzellan, macht ein Feuerwerk, oder überlegt sich manch anderen Schabernack.

Schleier abtanzen
Die Mädchenjahre sind zu Ende und damit auch die Jungfräulichkeit. Wer von den Brautjungfern das größte Stück Schleier erwischt, wird die nächste Braut.

Wir winden Dir den Myrtenkranz...
Nur die unbescholtene Braut durfte ihn tragen, nur sie wurde vor dem Altar getraut. Wie wir wissen, war man bei den Jünglingen großzügiger.

Eheringe
Schon im vorchristlichen Rom war der Ring ein Unterpfand der Treue für die liebenden Eheleute. Auch heute soll er die ewige Verbindung symbolisieren.

Reis werfen
Kommt das Paar aus der Kirche, wird es mit Reis beworfen. Ein Fruchtbarkeitsritus, der reichen Kindersegen verspricht.

Pfennige für die Brautschuhe
Wenn eine Braut ehemals ihre Schuhe mit Pfennigen bezahlte, war das Zeichen für den Bräutigam, dass er eine sparsame Frau zum treuen Weibe bekam, denn damals waren viele Leute arm und mußten wirklich Pfennig für Pfennig beiseite legen, um die Brautausstattung kaufen zu können.

Über die Schwelle tragen
Auch damit wollte man einst die bösen Geister, die unter der Türschwelle zu nisten pflegten, überlisten. Heute glaubt so mancher "Herr und Gebieter" , damit seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern. Andere sehen dies wiederum als Versprechen, die Frau künftig zu verwöhnen.

Wenn der Regen auf den Schleier fällt...
ist eventuell ein atlantischer Tiefausläufer schuld, doch unsere Ahnen sagten: "Wenn es regnet am Altar, bringt es Unglück viele Jahr".

Der Bräutigam darf das Brautkleid nicht vorher sehen
Denn das würde Unglück bedeuten. Ein zäher Aberglaube, der etwas mit dem bösen Blick zu tun hat, den man den Dämonen, nicht dem Bräutigam andichtete, die all zu gern das Schöne zu vernichten suchten.

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